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Newsletter Juni 2010

Schweine sind tabu

„Wir sind alle ein bisschen Schwein. Und das tut sich schwer mit dem Singen! Schweine singen nicht“ ,so sagte es ein Moderator im Fernsehen gerade. Nun ist es gesagt., dass WORT – SCHWEINE.
Klar weiß ich, dass Schweine nicht singen, die grunzen, aber sie sollen so lecker schmecken. Eisbein, Nackenkotelette, Sülze, Geschnetzeltes - oh, wie lecker es klingt.
 
„Aber Schwein ist tabu“, sagt mein Frauchen. Wenn ich diese Wort schön höre –„TABU“, das sagt sie immer sehr bestimmend. Ich wusste doch, dass die Zweibeiner eine besondere Nähe zu Schweinen haben. Erst finden sie die Schweine niedlich, wenn sie noch Ferkel sind. Dann sprechen sie mit glänzenden Augen vom Spanferkel und meinem Herrchen läuft schon das Wasser im Munde zusammen und später dann essen sie sehr gern Schnitzel, Eisbein, Sülze, Wurst und was es noch so vom Schwein gibt. Auch Haxen sollen sehr beliebt sein. Außerdem gibt es ein Lied, da heißt es irgendwie: „Borstenvieh und Mäusespeck  “.Und was haben wir davon, wir armen Hunde...ich armer Elo. Denen sagt man Schweinefleisch wäre ungesund. Fast könnte Hund glauben, die Zweibeiner geben uns nicht gern etwas ab vom Schweinefleisch. Alles wollen sie allein verspeisen. Ich habe mal meinen alten Der Hund Sammy-ein Elo der lachtFreund Sammy gefragt. Ihr wisst doch, dass ist doch mein Mail - Freundkumpel. Der weiß fast alles, denn er ist ja so viel älter als ich und auch sehr belesen. Außerdem kann er mit dem „PECE“ oder wie das „Nootenboch“ heißt umgehen.Der Sammy hat es mal gegoogelt, so heißt es ja wohl auf Neudeutsch, auf hündisch heißt es, er hat mal wieder seine Schnüffelnase in Angelegenheiten gesteckt, die uns was angehen. Also habe ich mich nachts heimlich an den „PECE“ geschlichen und las die Mail:
Er hat Folgendes gefunden:
♦π♣ωωξ
♦π♣ωωξssssssssssssssqqqqqqqqqqqqq
♦π♣ωωξxxxxxxxxmmmmmmmmmmooooo

Oh Sammy, du schon wieder mit deiner Dingsdaschrift, mail es doch mal in Arial. Immer verfällt er in seine Geheimschrift. Er hat es dann aber geändert: Rohes Schweinefleisch für Haustiere tabu!So heißt es in den Artikeln von Aktion Tier – Menschen für Tiere e. V.In einem Artikel steht es geschrieben:  Hunde und Katzen dürfen nicht mit rohem Schweinefleisch gefüttert werden. Schon ungekochte Knochen vom Schwein können gefährlich sein. Das Fleisch kann das so genannte Aujeszky-Virus enthalten. Das Virus ist für den Menschen nicht sehr gefährlich. Juckreiz und Müdigkeit in den Beinen sind die einzig möglichen Krankheitsanzeichen. Daher wird das Fleisch im Schlachthof auch nicht routinemäßig auf das Virus untersucht. Ganz anders verläuft die Infektion bei Hunden und Katzen. Sie endet beim Fleischfresser innerhalb von drei Tagen immer tödlich. Es gibt keinerlei Therapie. Infizierte Tiere zeigen tollwutähnliche Symptome, allerdings ohne aggressiv zu sein. Daher wird die Aujeszkysche Krankheit auch Pseudowut genannt. Tierbesitzer sollten deshalb auf die Verfütterung von rohem Schweinefleisch grundsätzlich verzichten. Gleiches gilt für ungekochte Innereien vom Schwein und Produkte, die rohes Fleisch enthalten, wie z.B. Mett- und Teewurst.1)„Also Kumpel Wuotan, Pfoten weg und Schnauze weg. Kater Poldi meint es auch. Sei nicht so verfressen und lass gefälligst deine Schnauze von dieser Art Fleisch“ , ermahnte mich Sammy. Mein alter Freund hat recht. Auch haben sie gerade in der der Sendung "Tiere suchen ein zu Hause" gezeigt, dass die Eberchen mit wenigen Tagen ohne örtliche Betäubung bei vollem Bewusstsein einer eher schmerzhaften Prozedur unterworfen, werden. "Mein lieber Freund Wuotan, diese Sendung solltest du regelmäßig ansehen, Wuff. Die Eberchen werden also kastriert, damit das Fleisch nicht so einen möglichen strengen Geruch annimmt. In Holland wird dies nicht gemacht. Ich finde, alle Zweibeiner sollten die Finger vom Schweinefleisch lassen. Hallo Zweibeiner, boykottiert doch das Schweinefleisch, bis sich dieser Zustand ändert, Wuff!" So, jetzt ist die Sache klar. Unsere Zweibeiner vergiften sich langsam mit einem Virus, was für sie zwar nicht gefährlich ist, aber sie werden ganz müde in den Beinen und kratzen sich immer so als hätten sie Flöhe.
Die Hunde Wuotan und Quirino auf der WieseMeine lieben Hundewuffelfreunde, dass müssen wir verhindern. Stellt euch mal vor, irgendwann können die Zweibeiner nicht mehr mit uns Gassi gehen. Immerhin isst ja jeder 2. Mensch Schweinefleisch. Da kommt ein halbes Schwein auf einen Menschen. Oder habe ich mich da verrechnet. Kommt nun ein halbes Schwein pro Jahr auf einen Menschen. Und was heißt überhaupt „auf einen Menschen?“ In einen Menschen hinein und hindurch und einige Spuren bleiben in den Beinen hängen?  Oh, weh. Das macht mich ganz konfus. Ich habe schon mal vorsichtshalber beim  letzten Mittagsessen meiner Zweibeiner zugeschaut, geschnuffelt und es roch tatsächlich nach Schwein, eindeutig nach Schnitzel, Davon bekomme ich nie etwas ab, denn mein Frauchen sagt: „ Das darf Wuotan nicht“. Es ist so wie mit der Schokolade, die dürfen Hunde auch nicht. Ach, ich schweife wieder mal ab. Jedenfalls, meine Zweibeiner verspeisten genüsslich Schnitzel.Gerade als mein Herrchen den zweiten Happen zu sich nehmen wollte, habe ich mich „leider“ unter dem Tisch in den Zipfel  der Tischdecke verheddert...den Rest der Sache könnt ihr euch denken.. danach: äh, unschuldig gucken, Panik schieben, der Abend war gelaufen und meine Zweibeiner habe ich vor diesem Giftanschlag gerettet. Dafür kann man als Familienhund schon einmal einen etwas angespannten Abend in Kauf nehmen -  also so etwas wie Pseudowut.
Das habe ich doch prima hin bekommen – oder Sammy?
Doch Sammy hielt derweil seinen Mittagsschlaf und dachte über eine chinesische Weisheit nach:
"Die Gelassenheit schärft den Blick für das Wesentliche."
 

1) Die Tierschutzorganisation Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V. ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
Dr. med. vet. Tina Hölscher, Veterinärin bei Aktion Tier, Tel.: 089-89146676, Mobil: 0177-2451198 (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.).

Aktion Tier – Menschen für Tiere e.V.

 

Mein edler Freud, ich bitte sehr:
Komm doch her,
sitz neben mir und schau mich
dann mit deinen lieben Augen an,
mit Augen voller Glanz und Gold,
dein Blick, er ist so treu und hold.

Algernon Charles Swinburne