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Herbsturlaub 2009 im Fischland,

Darß und Zingst - tierisch gut!

http://www.fischland-darss-zingst.net/fischland-darss-zingst/

Bilder siehe hier: http://picasaweb.google.de/EloWuotan

Meine Zweibeiner hatten mal wieder die Koffer gepackt und meine Leinen auch, allerdings dass Körbchen von CitaKatz nicht. Sie sollte das Haus hüten und bekam dafür extra leckeres Futter. Auch hatte meine Tagesmutti Urte zugesichert, sie gut zu versorgen. Das macht sie bestimmt prima, wuff! Wir fuhren also wieder los, dieses Mal in eine schöne, kleine Ferienwohnung nach Zingst. Schon 1880 herrschte hier am 15 km langen Strand Badebetrieb.

 

Hurra, ich war ja so froh, dass Haus hatte Fliesen auf dem Fußboden und so konnte ich schön kühl liegen. Ich liebe er mit meinem pelzigen Bauch auf den kalten Fliesen zu liegen. Am ersten Tag sind wir gleich zum Strand. Wedelwuff und freue mich toll. Ihr glaubt es nicht, Strand so weit meine Auge reicht und mich meine vier Pfoten tragen. Ab in die Ostsee - hurra. Doch- iggiti gitt wie schmeckt denn das? Bäh, pfui Teufel - irgendwie salzig.

Herrchen, sag mir bitte, wer hat denn da Salz in die Suppe getan – ne, in die Ostsee geschüttet. Ich also raus und wälze mich im Sand. Herrlich. Nun geht es wieder mit dem Geschmack auf der Zunge. Da frage ich mich, wie kommt das Salz in das Meer. Mein Frauchen meint, dass wäre eben so, die Ostsee ist salziger als die Nordsee und ich sollte eben nicht untertauchen mit meiner Schnauze, dann wird es schon gut gehen. Hier ist es jedenfalls prima. Das haben auch andere Zweibeiner und Vierbeiner festgestellt und so herrscht reges Treiben am Strand, obwohl doch Oktober ist. Am zweiten Tag hatten wir bestimmt Windstärke 10, sozusagen eine steife Brise. So sind wir heute am Vormittag auf der anderen Seite der Landzunge – am Bodden gewesen. Auch ganz schön, am Deich lang gelaufen und viele Hunde treffen. Ja, und am Nachmittag sind wir wieder zur Meerseite gegangen. Ich liebe den Wind, die Wellen und so renne ich dann immer im Kreis um meine Zweibeiner herum. Mein Herrchen hatte seine Schirmmütze vom Sturm verloren. Ich Wuotan habe sie gerettet und viele Menschen auf der Seebrücke zum Lachen gebracht.

Ein Hauch von alten Sagen und Geschichten umgibt dieses Darßland. Früher sollen die Fischer angeblich auch mal die Gestrandeten ausgeraubt haben. Aber gruselige, merkwürdige Geschichten werden ja gern von den Küstenbewohnern erzählt. 1865 wurde hier die Deutsche Gesellschaft für Schiffbrüchige gegründet. Prachtvolle Seemannsgräber auf dem Zingster Friedhof haben wir auch besichtigt. Markieren durfte ich hier allerdings nicht. „Burschi, Burschi, ich warne dich“, hat mein Frauchen mit bedrohlich, dunkler Stimme geflüstert. Ich kenne diesen Tonfall, da traue ich mich nicht mehr, auch mit auch nur einem Tröpfchen zu markieren.

Hier auf dem Friedhof liegt Martha Müller-Grählert (1876 – 1939) begraben. Wer ist denn das, denkt ihr bestimmt. Weiß ich auch nicht. Aber mein Frauchen trällerte anschließend nach der Grabbesichtigung ein Lied, das diese Frau vor Jahrhunderten geschrieben hat, nämlich: 

„Wo die Ostseewellen trecken an den Strand,

wo de gele Ginster bleuht in`n Dünensand,

wo die Möwen schriegen grell in`Stromgebrus,

dor ist mine heimat, dor bün ick to Hus.“

Diese Zeilen stammen aus dem Gedicht „Mine Heimat“. Müller – Grählert bekam die Urheberrechte erst 3 Jahre vor ihr Tod zugesprochen. Ach, ich mag es, wenn mein Frauchen singt, dann darf ich ab und an „mitsingen“. Sie macht dann das Wuff, wuff Zeichen und ich mische mit  Ich gebe zu, tonal weniger passend zum Gesang von Frauchen, doch eben ein Spielbellen mit geschlossenem Fang, ein sogenanntes Wuff, ich bemühe mich melodisch und harmonisch zu wuffen. Als Kurzlaut, etwas dumpf, leider ein wenig atonal. Doch ich schnaufe nicht etwa, vor dem Wuffen, denn dass machen auch manche Hunde. Ein geräuschhaftes, kurzes Luftausstoßes bei geschlossenem Fang. Nee, das mache ich nicht.

Ich gebe ein begleitendes, unterstützendes Wuffen ab. Herrlich, sage ich euch, so gemeinsam mit meinem Frauchen am Strand zu singen. Mein Frauchen sagt dann, Wuotan, komm wir gehen etwas abseits, dorthin, wo keiner ist, hoffentlich hört uns keiner, die halten uns sonst für verrückt. Doch es soll eine Untersuchung, von der verehrten Frau Dr. Dorit Urd Feddersen - Petersen, zum Thema „Lautäußerungsverhalten bei Hunden“ geben. Die Frau weiß genau, welche Art von wuffen ich meine.

Ach ja, ich schweife ab.


Ja, meine Fans, ich habe mich hier am Strand intensiv mit meinen Zweibeiner auf die Suche gemacht nach dem Antizeckenstein. Bei den Griechen hieß er „Sonnenstein“, die Germanen nannten ihn „brennenden Stein“. In einer römischen Sage werden sie als „Tränen der Götter“ bezeichnet. Viele Zweibeiner nennen ihn Bernstein. Vor 40 Millionen Jahren sind durch die Eiszeit die Baumharze ins Meer gekommen. Bernstein ist im 17. Jahrhundert beim Adel sehr in Mode gewesen. Manche Bernsteine gibt es mit Einschlüssen, mit Käferchen und Pflanzenteilen. So laufen die Zweibeiner gebückt am Strand und suchen und suchen. Speziell  nach den Nordoststürmen. Ich suche mit bzw. ich tue nur so, denn eigentlich suche ich Spuren, Duftnoten am Strand. Beim Reiben an einer Wollsocke wird der Bernstein leicht elektrisch. Diese elektrische Ladung soll angeblich Zecken vertreiben. Aber mal ehrlich, ich bin doch keine Socke und auch viel größer. Wer weiß, ob es stimmt. Doch vorsichtshalber habe ich auch so ein Kettchen um. Ganz schick, stört mich auch nicht, doch helfen wird es wohl kaum gegen diese Blutsauger, denn so elektrostatisch kann ich doch nicht sein, um diese Zeckenviecher zu vertreiben.

Friedrich der I. schenkte 1712 dem russischen Zaren Peter dem Großen das sogenannte Bernsteinzimmer. 55 qm Wandtäfelungen mit Intarsien aus verschiedenem Bernsteinen. Ich lege mich schon mal hin, alle Viere von mir gestreckt, so wie ein Frosch und höre meinem Frauchen zu. Sie erzählt mal wieder Geschichten. Ja, dieses Bernsteinzimmer ließ der Zar später im Katharinenpalais von St. Petersburg eingebaut. Sogar Hunde waren aus Bernstein abgebildet. Dieses Bernsteinzimmer gilt seit dem 15. Januar 1945 als verschollen. Seit 2007 ist ein Nachbau vom Bernsteinzimmer im Katharinenpalais installiert.

Vielleicht ist es ja das ursprüngliche Bernsteinzimmer während des 2. Weltkriegs verbrannt. Oder es wurde im 2. Weltkrieg als wertvoller Schatz gerettet und zur Sicherheit versteckt. Bloß die haben diese wertvollen Intarsientafeln aus Bernstein so gut versteckt, dass sie keiner wiederfindet. Wenn ich meine Knochen verstecke, mache ich das ja auch ganz gut und hoffe, dass die anderen Hunde die nicht finden. So ähnlich stelle ich mir das vor. Auch ist es ja so, dass, wenn man es zu tief einbuddelt, man ja sowieso nichts mehr riechen kann und dann nützt auch kein Spürhund was. Wo soll der auch suchen. Und bei dieser Menge, müsste ein Loch doch ganz schön groß sein. Nee, meine Freunde, ich sage euch, die haben es einfach im Meer versenkt und die Koordinaten vergessen. Nun brauche ich erst einmal Ruhe.

Hauptsächlich wird der Bernstein im Obertagebau an den polnischen Küsten abgebaut. Ab und an gibt es auch größere Funde Bernstein in Bergbaugebieten im Inland. Ein 3,5 kg schwerer Oberflächenfund aus dem baltischen Raum ist im „Deutschen Bernsteinmuseum“ in Ribnitz-Damgarten zu bestaunen.

Und dann kam der Tag an dem wir die Kraniche besuchten. Der Darßer Wald ist wie ein Urwald, voller Kiefern-, Buchen-, Lärchen- und Eichenstämme. Hier ist es ein Schutzgebiet, einschließlich der Wasserfläche -  Nationalpark Vorpommernsche Boddenlandschaft.

Bodden ist Niederdeutsch und steht für Strandseen und Buchten. Hier halten sich Kraniche, Seeadler und viele seltene Pflanzen auf. Auf der Wanderung in den Süden rasten am östlichen Zipfel von Zingst tausende von Kranichen. Sie machen Rast, stärken sich auf ihren Flug von Polen und Skandinavien in den Süden. Sie fliegen in die Überwinterungsquartieren – nonstop - nach Spanien und Nordafrika. Fast 2000 km in kaum mehr als 24 Stunden. Da bin ich doch voller Bewunderung, denn immerhin haben die eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwas 70 Stundenkilometer. So schnell läuft ein Windhund auf kurzer Strecke, glaube ich. Mehr als 40000 Kraniche haben ihre Schlafplätze bei Pramort. Empfehlenswert ist eine geführte Besichtigung. Wir haben die Tour mit einem Schiff, einem Raddampfer, gemacht, denn da durfte ich auch mit. Wedelwuff und freu.

Der Graukranich wird auch Grus grus genannt und erreicht aufrechtstehend eine Größe von 1,20 Meter. Damit ist er größer als der Weißstorch und die Graureiher, die es bei uns in Norddeutschland gibt. Die Flügelspannbreite beträgt 2,20 Meter. Der schönste Schmuck des Kranichs sind die übe rden Schwanz herabhängenden Federn, seine „Schleppe“. Sie sind die verlängerten Armschwingen der Flügel, die während der Bals buschig aufgestellt werden. Die Schmuckfedern beim Männchen sind prächtiger, auch ist das Männchen etwas größer. Immerhin werden Kraniche in Gefangenschaft bis zu 40 Jahre alt. So alt wird kein Hund. Ende Oktober ziehen die Kraniche aus Mitteleuropa ab. Nur bei milden Wintern bleiben gelegentlich einige Kranichtrupps in Deutschland. Nur gucken!!! Kraniche sind große und imposante Vögel. Sie halten sich in Zingst auf, um Energie zu tanken für ihren Flug in den Süden.

Grundregeln beim Beobachten der Kraniche sind unauffällige Kleidung tragen, Abstand halten, keine hektischen Bewegungen. Grundregeln für den Hund sind Leinenpflicht, Abstand halten, nicht beschnuppern, nicht verbellen, nicht knurren, nicht anpirschen, immer beim Zweibeiner bleiben. Am Besten ist es mit dem Hund ein Fahrt mit dem Fahrgastschiff zu den Übernachtungsplätzen der Kraniche zu machen, dass ist für alle Beteiligten entspannter.

Mal ehrlich, mich interessierten die Kraniche nicht wirklich, doch dabei sein ist alles. Überwiegend sah ich auf dem Schiff die Beine der Mitreisenden. Und wenn der Kapitän ansagte, dass gerade auf der Steuerbordseite die Kraniche einfliegen, waren die Zweibeiner erst einmal orientierungslos, dann sagte der Kapitän, na, auf der rechten Seite des Schiffes. Ach, so!!! Alle Zweibeiner gingen auf die rechte Seite des Schiffes, und dass Schiff bekam ein wenig Übergewicht zur rechten Seite. Ich war ganz zufrieden. Die Seeluft und das trompeten der Kraniche. Herrlich!!! Allein in der Ferienwohnung wäre es ja auch nicht so prickelnd gewesen. Obendrein ist so eine Schiffstour auch für einen Hund ganz schön. Auf der Rücktour wurde es dann doch ein wenig eng in meiner Ecke und Frauchen nahm mich auf ihren Schoß. S

So konnte ich auch über die Reeling sehen und obendrein mein Frauchen wärmen, denn gegen Abend war die Sonne weg und sie fror ein wenig. Wer ein guter Elo ist, der wärmt sein Frauchen. Wir haben jedenfalls tausende von Kranichen gesehen, sehr beeindruckend. Und auf einmal waren sie weg.

Am 14.Oktober 2009 setzte eine sogenannte „Hundskälte“ ein, Windstärke 7 bis 9 und Hochwasser. Der Nordwind war Schuld und drückte das Wasser aus der Ostsee rein zum Festland. Die Kraniche brachen auf in den Süden. Die einsetzende Kälte hier, dass Hochwasser hätte ihnen zuviel Kraft gekostet. Kraft die sie für ihren Flug in den Süden brauchten. SO war Schluss mit den abendlichen Gängen auf dem Deich, den Kranichen  beim trompeten zuhören. Ich hatte mich schon so daran gewöhnt, denn jeden Abend traf ich herrlich viel Hunde auf dem Boddendeich.

www.nationalpark-vorpommersche-boddenlandschaft.de

Am Liebsten renne ich allerdings am Strand entlang, rein in die Ostsee und wieder raus, im Sand gewälzt und ein paar Möwen hochgescheucht. Juchu, dass macht mir wirklich tierisch viel Spaß. Doch das geht erst ab Oktober, denn dann sind die Hundesperrzonen aufgehoben. Während der Hauptsaison sind in Zingst die Strandabschnitte 3A und 15B für Hunde ausgewiesen. Ich als Hund bin jedenfalls gern im Herbst an der Ostsee, wegen der aufgehobenen Hundeverbotszonen am Strand, dem Meer, der Sonne, dem Wind und den herrlichen Wellen. Glück kann man nicht kaufen, sagt mein Frauchen oft, doch man kann etwas für sich tun, um glücklich zu sein. Wir gehen im Urlaub täglich an den Strand. Mein Herrchen fragt dann ganz verschmitzt, wollen wir ihn losmachen? Ich muss dann ins SITZ und warten, dann plötzlich wird die Leine losgemacht. Mein Frauchen ruft, Wuotan lauf, lauf und ich renne los. Rein ins Wasser, einen Haken geschlagen zurück zu Herrchen, kurz hoch gesprungen einen Runde im Sand gedreht, sich gewälzt, weiter zu Frauchen, ab durch deren Beine und durch gestartet in die nächste Runde. Herrlich, diese Luft, dieser Wind. Dann wieder ab ins Wasser. I

Ich gewinne bestimmt eines Tages das Elorennen, erst recht, wenn es am Strand stattfindet. Das einzige Haar in der Suppe ist doch wirklich dieses salzige Wasser. Wenn doch die Ostsee nur nicht so salzig wäre!! Und dann kam auch noch das Hochwasser und der Strand wurde immer schmaler und die Wellen der Ostsee immer höher. Heul, ich durfte von da an nicht mehr ins Wasser. Das Wetter wurde ungemütlich, sagte mein Frauchen- Außerdem waren meine Zweibeiner nicht interessiert daran, mich aus der Ostsee zu retten, falls ich mit den Wellen rausgezogen werden würde. Bei der Wetterlage verständlich!

250 Jahre alte Buchen stehen in dem Nationalpark „Vorpommerische Boddenlandschaft“ hier auf dem Darß. Ein riesiges Waldgebiet mit einem guten Wildbestand. Hunde sind hier immer an der Leine zu führen. Verständlicherweise! Wir waren im Urlaub hier im Wald Pilze sammeln. Richtung Prerow zum Leuchtturm raus. Im Leuchtturm befindet sich das Natureum, ein Außenstelle des Meereskundemuseums Stralsunds mit ständiger Ausstellung. Darßer Urwald heißt es hier. Ich bin allerdings nicht zum Trüffelhund geeignet. Meine Zweibeiner haben am Abend genüsslich ein Ricotto mit Pilze verspeist und überlebt!


Kunst in Ahrenshoop

„Nichts bleibt weiß!“ so steht es auf drei Betttüchern, die sich im Wind bewegten. Das ist Kunst, meinte mein Frauchen und ich durfte es nicht markieren. Hi, hi, hätte ich gern gemacht. Die Ahrenshooper Malerkolonie 1880 hatte den Grundstein für den heutigen Künstlerort gelegt. Ahrenshooper Galerien mit interessanten Ausstellungen, Werkstätten und offenen Ateliers. Hier in Ahrenshoop gibt es auch noch eine Tischlerei, die die Kapitänstüren in Handarbeit erstellt. Oft ist die Sonne, die Windrose, der Baum und die Schale für das Wasser die als Symbol des Lebens gilt. EuroArt ist der Name der Vereinigung europäischer Künstlerkolonien. Der Verein vertritt heute 46 Künstlerkolonien. Künstlerkolonien entstanden im 19. Jahrhundert in ganz Europa als einzigartige Synthese von malerischer Landschaft, Kunst und dörflicher Tradition. Wer als norddeutsche Herzlichkeit mit mediterranem Ambiente erleben will, ist hier richtig. Besonders mit Hund im Herbst. Wer bei Seeluft, nach einem ausgiebigen Strandspaziergang mit (Anmerkung von Wuotan: seinem Hund natürlich) einen farbenprächtigen Sonnenuntergang genießt, der denkt bestimmt, so schön kann Urlaub sein und freut sich auf den nächsten Tag.
http://www.euroartcities.eu/ 

 Weitere Infos:

http://www.zingst.de

Rügen

 

http://www.ruegen.de

Und haben wir noch einen Abstecher nach Rügen gemacht. Rügen ist genau genommen eine Insel mit mehreren Inselkernen, rund um Rügen gibt es 31 kleinere Eilande. Dort haben wir uns Bergen angesehen, auf den Spuren der Verwandtschaft gewandelt, und das Haus indem Onkel Alfred damals gewohnt hatte, angesehen. Und wir waren noch in Binz. Hier war es richtig fein, geradezu eine Ausstrahlung wie ein schönes renommiertes Seebad. Die Bäderrarchitektur strahlte hochherrschaftliches aus und manche Hunde hatten auch „ganz feine“ Hundeklamotten an. Oh weh, hoffentlich kommt mein Frauchen nicht auch noch auf so eine Idee. Ich bin jedenfalls ganz ordentlich bei Fuß gegangen und auf der Seebrücke habe ich dann herrlich im Wind gestanden. Mein Elofreund Samweis war mit seinen Zweibeinern Sandra und Marc im Sommer hier. So habe ich auch hier noch ganz schnell eine Duftnote hinterlassen. Frei nach dem Motto: „Der EloWuotan war hier!“


Ist das ein Mischling?  Nein, ein Elo?

So wurden meine Zweibeiner häufig in diesem Urlaub gefragt und so ergab ein Wort, das Andere. Ich saß derweil auf meinem Hinterteil und machte einen geduldigen Eindruck, während die Zweibeiner sich unterhielten, denn Elos sind ja so wohlerzogen. Ich wurde von vielen Menschen bewundert, wegen meines Aussehens und auch, weil ich so viel Lebensfreude ausstrahle. Bei einem Gespräch habe ich denn doch die Ohren gespitzt. Da wollten mich doch glatt weg einige Zweibeiner kaufen. Weil ich schon so schön „fertig erzogen“ bin. Ich höre da wohl nicht richtig. Sofort habe ich mich auf meine vier Beine gestellt und an der Leine gezogen. Bloß weg hier, Frauchen, lass uns bitte weitergehen, die spinnen ja wohl. Auch fragte der Mann, ob Elos auch im Keller schlafen würden. Na, wie sind die denn gestellt.

Und Elos springen doch bestimmt nie auf ein Sofa, fragte er noch. Da glaubten doch einige Zweibeiner, dass man uns Elos nie kämmen muss. Wir sind doch keine Rasterlockenfans. Auch sind welche davon überzeugt, dass wir von Natur aus nicht an der Leine ziehen. Auch sollen wir nicht nach Hund riechen. Wie sollten wir denn bitte schön riechen, etwa nach After Shave? Solche Zweibeiner sollten sich doch besser keinen Elo besorgen bzw. keinen Hund anschaffen. Ein Stoffhund ist doch auch was Feines, würde ich raten, wuff. Hoffentlich hört mal jemand auf mich! Wir sind doch nicht frei auf der Straße verkäuflich, wir Elos. Im Hafen von Barth trafen wir wieder auf zwei Fans von Elos. Die waren auch sehr interessiert, wollten wissen, von welchem Züchter ich stamme und ob es noch weitere Elos gibt, die genauso wie ich aussehe, so schön weiß. Ich werde jedenfalls von meinen Zweibeiner nicht verkauft, dass steht fest. Ich musste lächeln und mein Frauchen dankbar anstupsen. Elos können lächeln, andere Hunde auch! Mein Frauchen antwortete des Öfteren ganz bestimmend, unser Wuotan ist unverkäuflich!

Ich sage euch, liebe Fans, so ein Urlaub mit meinen Zweibeinern an der Ostsee ist doch was Tolles. Die Kunst ist es, den Urlaub aktiv zu nutzen und trotzdem dabei zu entspannen. Auch mal Kunst zu genießen in Ahrenshoop. Und die Kunst sich zu vergnügen, auch das ist Urlaub. Juchu, wir gehen täglich an den Strand!

Warum kann nicht immer im Urlaub sein?


 Das Treffen mit anderen Elos

In der ersten Urlaubswoche habe ich gleich zwei Glatthaarelo`s getroffen. Erstens „Kimba von der kleinen Oase“, aus „denselben Stall“ aus dem ich komme, vom Züchter Szobries. Kimba war etwas zurückhaltend, schon 5 Jahre alt und nicht so zum Spielen aufgelegt. Doch ich blieb voller Ausdauer am Hund und ganz zum Schluss hatte ich ihn fast soweit, doch dann wollten die Zweibeiner los. Tschüß, schöner Elo-Rüde. Der hat so toll gerochen. Ein typischer, feiner Elogeruch eben. Mein Frauchen war ganz vernarrt in diesen Kumpel.

Der hat doch auch noch für sie „HÜBSCH“ und „Männchen“ gemacht. Nun ja, wer kann  ihrer netten Aufforderung zu diesen kleinen Tricks auch widerstehen. Später trafen wir uns noch einmal auf der Seebrücke. Doch ich war mit dem Gang auf der Seebrücke beschäftigt und so haben wir uns nur kurz beschnuffelt, mal kurz „Tag“ gesagt.

Und dann traf ich meine echte Konkurrenz. Unten am Strand saß „Lasse vom Teufelsberg“. Jünger als ich, größer als ich und so charmant zu meinem Frauchen. Ebenfalls ein Glatthaargroßelo. Grundfarbe weiß mit großen schwarzen und grauen Flecken. Toller Kerl, dass muss ich heimlich gestehen. Doch ich sage euch, nun bin ich erst einmal zur Hochform aufgelaufen und habe ihm gezeigt, dass es mein Frauchen ist, meine Zweibeiner!! Ich also mein Spielgesicht aufgelegt und mein Frauchen mit auffordernden Verhalten gezeigt:

 „Ich bin hier, ich bin es, dein Wuotan. Was kraulst du denn den Lasse und bist so lieb zu dem. Hey Lasse, ich verbelle dich mal kurz, denn das ist mein Frauchen. Ein wenig Hopsen und meine Zweibeiner anspringen. Ach du liebe Güte, jetzt sagt Herrchen auch noch SITZ zu mir. Nun ja, er hat ja recht, es ist sein Frauchen und seine Meinung darf sie andere Elos streicheln. Aber bitte nicht so innig kraulen! Man Herrchen, du musst mich doch verstehen. Ich greife mal kurz mit meinem Fang an deine Hand und zeige dir, was ich meine. Guck, jetzt macht sie es schon wieder. Sie krault ihn hinter den Ohren. Heul, schluchz! Ich verbelle ihn noch mal kurz und bestimmt, den Lasse. Oh, weh, nun machte Frauchen den „AUS SCHNAUZ GRIFF“ zu mir und sagte es auch noch sehr forsch zu mir. Heul, keiner versteht mich. Na gut, dann bin ich eben distanziert zu Lasse, aber beobachte ihn! Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, ich finde Lasse ja nicht so übel. Doch eifersüchtig bin ich schon, deswegen habe ich ihm auch noch ein Hinterteil zudrehen gezeigt, sozusagen den Stinkefinger gezeigt. Ätsch! Und was machte Lasse? Er war sehr bemüht mit mir kumpelig in Kontakt zu kommen. Immer wieder ging er zu meinem Frauchen. Dann guckte er wieder vor, roch ein wenig schlawenselte um mich rum und war eigentlich ganz nett. Ich glaube, er hat mich nicht ganz verstanden.

Lasse war ja noch nicht mal ein Jahr alt, aber schon größer und schwerer als ich.“

Ja,liebe Fans, so war es in unserem Urlaub. Es gibt noch viele Geschichten!

 

Vielleicht entwickeln sie (die Hunde)

vor allem deshalb ein so gutes Gespür

für die menschlichen Emotionen,

weil ihre soziale Welt der unseren gleicht.

Von: Masson  1998


Der Fernradweg

Von Flensburg in Schleswig-Holstein bis Ahlbeck an der polnischen Grenze verläuft der Fernradweg.

www.ostsee-schleswig-holstein.de

Ein kleines Stück davon haben wir abgeradelt. Ich laufe gern bei Herrchen am Rad. So im lockeren Trab macht es richtig Spaß. Doch Ausdauer fehlt mir noch, von daher haben wir nur immer so Strecke von überschaubarer Zeit nicht mehr als eine Stunde mit entsprechender Pause. Wunderschöne Radwege durch unberührte Natur, überwiegend in unmittelbarer Nähe zum Meer, gibt es hier.

Hunde sind faszinierende Tiere für sich allein,

unabhängig von den wunderbaren Eigenschaften,

die wir ihnen andichten.

Von: Marc Bekoff, 2006

Literaturtipp: Ausdrucksverhalten von Hunden, Mimik und Körpersprache, Kommunikation und Verständigung, Autorin:  Dr. Dorit, Urd Feddersen-Petersen, Kosmos Verlag 2009

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