Newsletter Nov. 2014

Auf ein Wort…

Was ich noch sagen  wollte – äh, ich bin nun fast fünf Jahre alt und habe noch nie eine Hundefrau gehabt . Das finde ich ganz ungerecht, denn immerhin bin ich ein toller Hecht - äh Hund. Warum ist es denn so? Immer bin ich der ewig Zweite.

 

191011 Zingst 044

Da kann ich mich noch so bemühen - ich bin und bleibe der Zweite. Und dann singt Frauchen noch bei der ganzen Trickserei, die sie mit uns macht: „Der Wuotan ist der Chef, der Wuotan ist der Chef…lalalal blabla.“

Da muss der Wuotan sich doch einfach  als was Besseres fühlen. Und der durfte schon…äh. Ich weiß nicht, wie ich es fein ausdrücken soll. Ich möchte aber auch gern einmal- na, ihr wisst schon, was ich meine. Letztes Mal als wir durch den Wald tobten, da stieß ich auf einem Nebenweg auf eine süße wohlduftende Hündin – Lucy – eine Beagel - Hündin. Und die hat so schön geheult, gehechelt und gerochen. Sie rannte um mich herum und ihre Schlappohren wedelten durch die Luft. So süß finde ich die und sie mich auch, ganz bestimmt. Gerade als ich mich ihr nähern wollte, kam das Herrchen von Lucy und meinte: „Ach Quirino, der bist du doch. Hau ab, Lucy WILL das nicht!“ Wieso weiß der, was Lucy will. Sie hat mir so schöne Augen gemacht. Ich schwöre es. Ich hätte gern einmal mit ihr eine Zeit hinter dem Busch verbracht.

Doch Frauchen kam auch schon angerannt und nahm mich an die Leine. Sie meinte nur: „Quirino, das was du willst, ist überhaupt nicht angesagt. Weder mit einer Beagelehündin noch mit irgendeiner anderen Hündin. Basta!“

Was denkt sich Frauchen nur, soll ich etwa unsere Katze CitaKatz heiraten. Diese alte Oma, die kratzt mir doch die Augen aus, schon wenn ich sie morgens ganz nett begrüßen will. So ging ich dann mit hängenden Ohren Richtung Spielwiese. Hier spielte Herrchen mit Wuotan Frisbee. Wenn Wuotan Frisbee spielt, ist der immer wie in Trance. Ich wollte ihm schon ganz aufgeregt von Lucy berichten, dass die so toll riecht und auch nicht abgeneigt gewesen war. Da meinte mein Bruder: „Störe mich nicht, ich  trainiere!“ Bah, er trainiert. Das ich nicht lache. Wofür denn. Für dieses regionale Turnier, meinte Herrchen. Du willst da ja nicht mitmachen. Wer Frisbeescheiben hinter einem Busch versteckt und sein Bein hebt, der wird zum Turnier nicht zugelassen.

Ja, und dann kam wieder der Spruch: „Wuotan ist der Chef!“ Dem gehört die schwarze unzerkaubare Frisbeescheibe und ich darf sie nicht fangen, nicht anpinkeln, nicht verstecken und natürlich darf ich auch nicht auf der Frisbeescheibe herumkauen. Letzteres verstehe ich gar nicht, denn die Scheibe soll doch unkaputtbar sein. Irgendwie ist die Welt so ungerecht und ich bin der ewig Zweite. Das werde ich auch wohl bleiben. Und ich darf ja wohl nie mit einer Hündin hinter den Busch oder so. Würde ich aber gern!! Doch eines weiß ich gewiss, meine Zweibeiner lieben mich sehr, denn die sagen immer, ich bin der weltbeste Kuschelbär! Hier bin ich der Beste, der erste hündische Kuschelbär. Das ist doch was.

Und das kann man von meinem Bruder Wuotan nicht sagen!

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