Newsletter November 2010
 

Der Hut mit den roten Kügelchen

(eine wahre Geschichte!)

Quirino als WelpeIhr werdet es nicht glauben, aber mein Bruder, der Welpe Quirino,  ist verfressen. Nun hat er schon fast meine Schulterhöhe, dabei ist er viel jünger als ich.

Die Zähnchen fallen ihm aus und er ist ein echter Quälgeist. Alles muss er wissen, alles weiß er besser und überall geht er bei. Letzte Woche hat er die Tulpenzwiebel, die mein Frauchen eingebuddelt hat, einfach wieder ausgebuddelt. Ich sag noch zu ihm, lass das, buddele keine Löcher in den Garten, geh dazu in deine Sandkiste, dafür hat Herrchen uns die Sandkiste gebaut. Ich sag dann noch, Quirino lass das und schon hatte er die erste Zwiebelsammlung ausgebuddelt. Er buddelte, die ganze Schnauze voller schwarzer Muttererde und murmelte, ich weiß Wuotan, Frauchen hat da einen Knochen verbuddelt, ganz bestimmt. Und schon nahm das Unheil seinen Lauf. Frauchen kam gerade mit einer Tüte Osterglockenzwiebel und dann sah sie die Bescherung. Und was war es. Gruppenstrafe. Wir mussten beide rein und konnten vom Katzenkino, so nennen wir den Wintergarten,  Frauchen bei der Gartenarbeit beobachten. Und CitaKatz durfte draußen herumlaufen. Dabei habe ich nichts gemacht und was kann ich denn für meinen Bruder. Mein Frauchen sagt noch, ich weiß, es war der Kleine, du machst ja so etwas nicht, doch jetzt kommt ihr beide Hunde rein. So war es letzte Woche. In der Zwischenzeit hat das kleine Ungeheuer noch die Schuhe angeknabbert. Macht nichts, meint unser Herrchen, sind ja nur Gartenschuhe. So fängt ja die Inkonsequenz an. Dann macht es nichts und ein anders Mal ist alles falsch. Bei der Baumschneideaktion hat Elo Quirino auch Quatsch gemacht. Er möchte  derzeit so genannt werden, weil er ja nun neue Zähne bekommt und in der Pubertät ist, dieser Gernegroß. Also bei der Baumschneideaktion hat er in den großen Berg von Zweigen und Laub gesch…! Ja, ihr habt es richtig verstanden. So eine Schweinerei, denn immerhin wollte mein Herrchen die Äste schreddern. „Kann ich es denn wissen und was kann ich denn dafür, hat mir ja keiner gesagt und stell dich nicht so an. Auch warst du ja auch mal klein und bald bin ich größer als du!“

So einen Triade von Sprüchen höre ich mir denn noch an, wenn ich ihn ermahne, doch nicht so einen Blödsinn zu machen. Aber, wem sag ich das. Ich bin ja dafür zuständig, meinem Frauchen die Socken auszuziehen. Und wer macht mir diese Aufgabe streitig? El0 Quirino. Der schleicht sich morgens ins Bett, krabbelt unter die Bettdecke und zieht bei Frauchen einen Socken aus und bei Herrchen auch, dann verschleppt er diese ins Wohnzimmer und nagt genüsslich darauf herum. Ich fasse es nicht. Irgendwie macht er immer nur Blödsinn. Und nun kommt es noch schlimmer. Wir fuhren also zu unserer Verwandtschaft aufs Land. Einweihungsfeier. Die sind gerade in ihr neues Haus eingezogen. Meine Herrschaften haben einen Apfelbaum gekauft, der lag nun quer im Auto. Ist ein Gastgeschenk an das junge Paar, meinte mein Frauchen. Ist ja auch in Ordnung, denn immerhin müssen wir vom Kofferraum nur ein ganz wenig abgeben und auch nur für die Hinfahrt. Ist es eben ein wenig enger, für kurze Zeit. Dann wurden noch Geschenke für das kleine Kind unserer Verwandtschaft eingeladen und Frauchen ermahnte uns noch und meinte, dass ist nicht für euch. Nein, das ist PFUI Quirino. Ok, Frauchen, meint er ganz cool. Warme Jacken, Handschuhe, Handschuhe, einen Schal und Frauchens Filzhut wurden auch noch eingeladen.

Wuotan erzähltFrauchens Filzhut - ein tolles Teil. Ein schwarzer Hut, geformt wir einen Blüte und an den Seiten zwei Filzblüten mit roten Bommeln. So ein schöner Hut. Sie liebte diesen Hut sehr, denn immerhin  ist es ein Geschenk von Herrchen. Am Gardasee hat Herrchen in diesem Frühjahr den Hut gekauft und ich habe ihn mit ausgesucht. Herrlich sah sie damit aus. Ja, ihr habt richtig gehört. Sie sah mit ihrem Hut ganz wunderbar aus. Nun fuhren wir also aufs Land zu unserer Verwandtschaft. Die Fahrt dauerte etwas länger. Es regnet, die Scheibenwischer quietschten und ich döste. Warum soll ich auch nicht dösen. Ja, und ElQuirino - der lag zu meinen Pfoten auf einer grauen Decke. Das ist wichtig mit der grauen Decke, denn das musste ich zu meiner Entschuldigung gestehen. Man (Hund) sah ja nichts auf dieser grauen Decke im dunklen Kofferraum Und was weiß ich denn, was der Kleine so nagt. Einen Kauknochen. Sein Stofftier. Seine Leine? Nee, seine Leine nicht, denn die hatte er schon vor ein paar Wochen durch genagt. Genauso wie er die Abspannseile vom Vorzelt durch genagt hatte und alles schon vor dem fertigen Aufbau wieder in sich zusammenstürzte. Doch das ist eine andere Geschichte. Ich schweife mal wieder ab. Er, mein Bruder, der  nagte also so vor sich hin. Ich döste und endlich waren wir angekommen. Draußen regnete es. Wir hielten auf dem Parkstreifen vor dem neuen Haus. Meine Herrschaften stiegen aus und mein Herrchen meinte, jeder sollte im Leben mal einen Baum pflanzen. Da hatte er recht. Besonders, weil wir Hunde Bäume so lieben. Ich werde erst einmal den Baum raus hieven und dann kannst du ja die Hunde aus dem Kofferraum lasse, so sagte es Herrchen zu meinem Frauchen.  Die Kofferraumklappe ging auf. Ein Schrei des Entsetzens. Oh, mein schöner Hut, wie gemein.

Dann sah ich auch die Bescherung. Quirino hielt zwischen seinen Vorderpfoten den wunderschönen schwarzen Filzhut. Er hatte schon eine Blüte abgebissen und an dieser Blüte hing nur noch einer von ca. 20 roten Blütenkügelchen. Er hatte die roten Bommel verschluckt und guckte ganz unschuldig. Frauchen nahm die Reste des Hutes. Quirino stand auf, wedelt mit dem Schwanz und meinte, ob wir denn endlich da wären und er jetzt aus dem Auto gehoben wird. Jaaaaa, Elo Quirino, wir sind da und die Laune von Frauchen hast du auch verdorben. Du bist echt noch sooooo dumm und ich nenne dich heute nicht mehr Elo Quirino, werde du erst einmal erwachsen und lerne, dass man die Sachen von unseren Zweibeinern nicht zerstören darf. Weder mit Milchzähnen, denn dass ist keinen Entschuldigung, noch irgendwie anders. „Er zahnt!“, wenn ich das schon höre. Ach so, am anderen Tag kamen die roten Kügelchen wieder unverdaut zum Vorschein. Aber meine Zweibeiner wollten diese nicht wirklich wieder haben. Ich konnte mein Frauchen gut verstehen. Sie sitzt jetzt im Wohnzimmer und macht rote Filzkügelchen und will ihren Hut reparieren – ein armes Frauchen. Ich habe auch erst  einmal alles kontrolliert, von den 20 Kügelchen hat mein Bruder 19 Kügelchen verschluckt. Die Reparatur ist ihr ja gelungen - da bin ich aber froh und mein Frauchen auch.

"Ach ja, seit gestern humpelt mein Bruder - ich habe ihn angerempelt beim Abendspaziergang. Ätsch!"

Bilder:

http://picasaweb.EloWuotan

 

Wenn der Wille auf das Gute gerichtet ist,
gibt es nichts Böses.

Konfuzius

 

 

 

 

 

 
 

 


 

 

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