Newsletter Sept. 2009

Hunde sind nützlich

Mein Frauchen sagt, wir Hunde sind gut für die Zweibeiner, gut für die Seele, Frohsinn, Gesundheit und Ausgeglichenheit, aber wir Hunde sind auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor in Deutschland.

Was sie wohl damit gemeint hat?

 

Wuotan lachtIch habe erst einmal meine Hundekumpels in meiner Straße befragt. Doch die hatten auch keine Antwort. Dann habe ich bei meinen auswärtigen Hundis nachgefragt - Auch bei Sammy habe ich nachgefragt Der hat da schon einige Antworten für mich. Ihr werdet es nicht glauben, aber wir Hundis sorgen in Deutschland für einen jährlichen Umsatz von ca. 5 Mrd. Euro. Ja, und wenn ich mich denn bei meinen Hundefreunden so um höre, da gehen einem ja die Augen über. Fast jeder meiner Fellschnauzenfreunde hat mindestens eine Hundeleine, mehrere Näpfe, Decken, Körbe,Kämme und Bürsten. Auch natürlich unsere ganzen Fresspakete, ob nun Barfer oder Trockenfutterspezialisten. Auch die Spielzeugindustrie verdient gut an uns Hunden. Gesundheit wird auch groß geschrieben. Oh, meine Wuffelfreunde, wir sind ja soooo wichtig für den Umsatz in diesem Staat. Hoffentlich kommen die beim Staat nicht auf die Idee, die Abwrackprämie auch auf Fellnasen auszuweiten. Man weiß ja nie. Immerhin gibt es ja Decken für das Auto, damit die Hunde das Auto nicht eindrecken. Haben wir natürlich auch.

Wer erhebt diese Hundesteuer?
Hundesteuer wird von den Gemeinden erhoben. Mit ihr werden v. a. ordnungspolitische Ziele verfolgt. Diese Steuer soll dazu beitragen, die Zahl der Hunde zu begrenzen. Insgesamt ergibt sich im Hundezubehör-Bereich hierdurch ein geschätzter Umsatz im in Höhe von knapp 200 Millionen Euro.
Was für Summen. Mein Frauchen sagt  immer mal zu Herrchen, der Trend geht zum Zweithund. Und mich fragt sie dann ganz verschwörerisch: „ Na, mein kleiner Wuotan, möchtest du nicht ein Brüderchen??? “ Wuff, bell, freu!“ Samweis meint, er habe gehört, dass mit der Hundehaltung ca. 100 000 Arbeitsplätze verbunden sind. Sogar in der PC Branche mischen wir mit, behauptet er. Samweis muss es ja wissen, denn sein Herrchen ist so ein Webdesigner. Also, es heißt ja auch, dass 50 bis 60 Hunde einen Arbeitsplatz finanzieren. Mein Großelofreund Samweis meint, dass Hundehalter auf jeden Fall weniger ins Ausland reisen. Prima für den Staat, denn so fließt weniger Einkommen ins Ausland. Wuff, da sorgen wir auch für, meine Zweibeiner und ich, denn immerhin machen wir häufig Camping in Deutschland. Und mein Herrchen sagt auch, dass der Staat auch noch an den Hundesteuereinnahmen verdient, denn die sind deutlich höher als die staatlichen Ausgaben. Sag ich ja, es gibt viel zu wenig Hundeauslaufflächen in den Städten. Und mein Frauchen bemängelt, dass es viel zu wenig Kotspendeboxen gibt. Ich habe es ja schon mal berichtet, dass mein Frauchen meinen Kot immer in diesen schwarzen Beutel herumschleppt. Nun, wenn sie denn meint, dass sie es tun muss. Der Mensch muss tun, was er tun muss.

Wie hat sich die Hundesteuer entwickelt, dass würde mich einmal interessieren? "In ost- und mitteldeutschen Quellen taucht um 1500 erstmals ein "Hundekorn" auf, das teilweise unter der Steuerbezeichnung "Bede" in Form von Kornabgaben (Roggen, Gerste, Hafer) erhoben wurde; es diente der Ablösung der Hundegestellungspflicht der Bauern im Rahmen von Jagdfrondiensten. Zu Hundefutter verbacken und später auch "Hundebrot" genannt, wurde diese Abgabe z.B. nach den Hildesheimer Stadtrechnungen von 1658/59 "zur Erhaltung gemeiner Stadtjagdgerechtigkeiten" verwendet. Im 19. Jahrhundert sind in den deutschen Einzelstaaten moderne Hundeabgaben hauptsächlich aus polizeilichen Gründen eingeführt und teils als Luxussteuer (so in Preußen 1810 bis 1814, 1824 f.), teils als Nutzungsgebühr (so in Bayern 1876) ausgestattet worden. Im Allgemeinen haben von Anfang an die Gemeinden das Besteuerungs- und Ertragsrecht erhalten, doch wurde von einigen Ländern (z.B. Baden und Hessen-Darmstadt) noch lange ein staatlicher Anteil abverlangt. Aufgrund der landesrechtlichen Hundesteuer- und Gemeindeabgabengesetze der Weimarer Zeit zu den "örtlichen Abgaben" gezählt, fiel die Hundesteuer nach dem Bonner Grundgesetz von 1949 in die Kategorie der "Steuern mit örtlich bedingtem Wirkungskreis" (seit der Finanzreform 1969 "örtliche Verbrauch- und Aufwandsteuern") und wurde als reine Gemeindesteuer geregelt. Das Aufkommen betrug 2002 ca. 211,6 Mio. €. (Quelle : Bundesfinanzminister). Siehe auch: http://www.vergleichen-und-sparen.de/hundesteuer.html

Im 19. Jahrhundert sind in den deutschen Einzelstaaten moderne Hundeabgaben hauptsächlich aus polizeilichen Gründen eingeführt und teils als Luxussteuer, teils als Nutzungsgebühr ausgestattet worden. Mein Frauchen ist u. a. Geschichtslehrerin und hat es mir so erzählt. Mein Elofreund Max hat auch noch einen Beitrag zu diesem Thema, denn immerhin ist er ja ein „Besuchshund“. Davon gibt es schon recht viele, meint er. Hunde erbringen Leistungen für die Gesellschaft (Polizeihunde, Rettungshunde, Blindenhunde, Therapiehunde) die sehr, sehr wichtig sind. Ach ja, dann schießen ja noch die Hundeschulen wie Pilze aus dem Boden. Auch diese setzen mehr oder weniger berechtigt Geld um. Mein Frauchen sagt, Hundehaltung verbessert die Gesundheit, dann zieht sie ihre Stiefelchen an, ihren Regenmantel, schnappt erst den Schirm , dann mich und wir gehen im Regen spazieren. Klasse, sag ich euch, dann spring ich in den Pfützen rum und wälze mich im Dreck. Ach, ich schweife ab. Jedenfalls sollen sich durch die Hundehaltung die gesamtwirtschaftlichen Gesundheitskosten um ca. 0,875 Prozent (d.h. um mehr als 2 Mrd. Euro bewegen. Und der Kostenfaktor  bezüglich der Gesundheit des Hundes ist auch noch zu berücksichtigen, immerhin besuche ich mehrmals vorsorglich im Jahr meinen Tierarzt in Oldenburg. Insgesamt könnte man somit von mindestens ca. 15.000 Arbeitsplätzen ausgehen, die zur Versorgung der Hunde in Deutschland in Tierarztpraxen und Tierkliniken existieren. Das werde ich mal der furchtbar netten Tierarzthelferin ins Ohr raunen, wenn sie mich beim nächsten Mal wieder so liebevoll an ihr Herz drückt, wenn ich eine Impfung bekomme.

Der Umsatz für Hundearzneimittel soll 150 Millionen Euro im Jahr betragen. Wuff, kann ich da nur machen. Bei der letzten Impfung hat mein Frauchen auch zu Herrchen leise etwas über diese hohen Impfkosten gesagt. Ich habe es genau gehört. Nun ja, ich würde ja darauf verzichten, wenn diese Ausgabe das Haushaltsbudget überschreiten sollte. So weit kommt es noch, meint mein Frauchen. Impfung muss sein. Immerhin habe ich einen EU Impfpass und CitaKatz hat auch einen. Hurra, jetzt wird weder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt, heißt es in einem Lied. Irgend so etwas haben mir Bessy und Fienchen ins Ohr gesungen, damals, beim Forumtreffen. Habe ich euch schon gesagt, dass in deren Haushalt nun ein Kleinelowelpe eingezogen ist. Dinari, heißt er. Habe ihn noch nicht beschnüffelt. Nur auf Fotos betrachtet. Er ist so niedlich. Die haben also schon einen Dritthund. Die Elo - Mädels Fienchen und Bessy sind begeistert, davon bin ich überzeugt. Und wo bleibt nun endlich mein kleiner Bruder, Frauchen? Aber wenn ich es mir so recht überlege, dann hätte ich doch lieber ein kleines Rauhaarelo - Mädchen. Ich warte doch schon eine ganze Weile. Nun denn, ich will nicht nörgelig sein. Ich habe es doch so gut getroffen als Hund in diesem Haushalt. Ich bin versteuert, versichert und werde so verwöhnt. Auch trainiere ich fleißig, denn ich will noch so viel lernen. In jüngerer Zeit werden auch vermehrt sogenannte Therapiehunde eingesetzt. Dabei wirkt der Hund durch seinen Anblick, den Körperkontakt, die Kommunikation und die Interaktion fördernd auf den Menschen, so sagt meint Frauchen. Ein Therapiehund wird dabei gezielt eingesetzt. Er „arbeitet“ stundenweise unterstützend als „Co-Therapeut" ist ansonsten aber normaler Familienhund des Therapeuten. So steht es geschrieben. Wuff, so eine Prüfung werde ich auch noch machen.

Für mein Training kauft sich mein Frauchen Fachbücher und belegt Fachkurse mit mir. Also sind der Büchermarkt und der Seminarmarkt auch noch in die Sammlung unserer Kosten- Nutzungsrechnung einzusetzen. Derzeit sind ca. über 1.100 Sachbücher über Hunde im Handel erhältlich. Damit kommt man auf einen geschätzten Umsatzwert bei Hundebüchern von mindestens 55 Millionen Euro.Insgesamt ergibt sich hieraus ein Umsatz der Verlage aus hundespezifischen Büchern und Zeitschriften in Höhe von ca. 75 Millionen Euro. (Dies sind etwas mehr als 0,8 % desgesamten Umsatzes des Deutschen Buchhandels mit Büchern und Fachzeitschriften.) Ist ja irre, oder? Oh, wenn man erst in das Thema einsteigt. Sammy, mein Mailfreund, meint, so viele Mails könnte er mir gar nicht schreiben, um den Umsatz zu beschreiben. Er muss es ja wissen, denn er ist ja schon soviel älter als ich. In Deutschland leben ca. 5 Millionen Hunde. Ob die es wohl auch alle so gut haben wie meine Freunde und ich? Wohl kaum.

Er meint auch, dass bei einer Gesamtpopulation von ca. 5 Millionen Hunden man von jährlich etwa 500.000 Welpen ausgeht, die in Deutschland gezüchtet oder importiert (ca. 20 Prozent) werden. Diese teilen sich nach Einschätzung des VDH in ca. 345.000 Rassehunde-Welpen und 155.000 Mischlings-Welpen auf. Uiih, was meine Wufffreunde alles wissen. Inzwischen gibt es 95 Elozuchtstätten. Im letzten Jahr wurden 834 Elowelpen geboren. Einer davon bin ich!!! Zu dieser Art gehöre ich und darauf sind wir stolz. Es soll schon 5600 Elos geben (Stand Mai 2009 laut  Elo-Zuchtbuch).

Während der Hund in früheren Jahrhunderten sehr viel stärker wirtschaftlich als Hüte-, Wach- und Schutzhund genutzt wurde, steht heutzutage der Familienhund im Vordergrund. Die durchschnittliche laufenden Kosten eines Hundes darf man nicht außer acht lassen, meint unser Herrchen.(siehe hierzu meine Website „Hommage an alle Hunde“ und dann „Auf den Hund gekommen“). Die Futterausgabe kann zwischen 25 – 80 € monatlich betragen. Ja, ein Kanarienvogel kostet in den Futterhaltungskosten deutlich weniger. Die Steuern müssen ja sein, damit der Staat auch was davon hat, ist doch klar. So muss man je nach Gemeinderegelung bzw. Stadt 50 – 150 € jährlich. Es ist die einzige Steuer die eine Gemeinde eigenständig festlegen kann. Die Tierarztkosten könnten zwischen 100 – 200 € jährlich betragen. Und das viel geliebte Zubehör kann zischen 30 – 200 € jährlich zu Buche schlagen, es sein denn man häkelt für den Hund ein Geschirr und eine Leine. Muss aber nicht wirklich sein.

Ja, und dann könnte es ja sein, dass man als Hund einen Schaden bei Dritten anrichtet. Also eine Haftpflicht muss sein und kann so ab 60 € jährlich kosten. Immerhin billiger als ein Haftpflichtversicherung für ein Auto. Oh, da rücken wir wieder in die Nähe der Diskussion um die Abwrackprämie. Und wenn denn mal Bedarf ist und die Zweibeiner es nicht so gut organisiert haben wie bei mir mit meinem Zweitfrauchen, ja da hat man evtl. auch schon mal Kosten für eine Hundepension. Hier muss man mit 10 – 15 € täglich rechnen. Ja, und wenn denn eure Herrschaften Urlaub mit euch im Hotel machen, dann  gibt es einen Hotelzuschlag 5 – 15 € täglich. Beim Campingplatz kostet es ungefähr 3,00 Euro. CitaKatz haust da umsonst. Merkwürdig. Für die Katze müssen meine Zweibeiner auch keine Steuern bezahlen. Wupps, bloß nicht weiter denken, sonst kommen die noch auf die Idee, die Katze auch noch gesamtgesellschaftlich wirtschaftlich abzurechnen. So ergibt sich auch ein monatlicher Betrag von 80 – 90 Euro und damit ein Jahresbetrag von 900 – 1.000 Euro ohne Kaufpreis. Ja, Hunde lohnen sich – nicht nur wirtschaftlich gesehen. Während meine Vorfahren früher als Wolf (siehe auch: Wuotan im Wolfspark) ganz andere Aufgaben im Leben hatten, sieht es beim Haustier Hund heutzutage wohl eher so aus: Für viele ist der Hund als eine liebevolle Ablenkung und ein verständnisvoller Freund gedacht. Interessant. Für einige Zweibeiner ist der Hund als bedingungsloser Freund und Zuhörer gedacht. Zuhören ohne Widerspruch und Nachfrage , ja dass hat doch was. Dann gibt es noch die wunderbare Rolle, der Hund als Trostspender: Oder ist diese Rolle für uns Hunde doch nicht so toll? Der Hund als Aggressionspuffer, soll es auch geben. Ja, und dann hängen wir noch mitten im Beziehungskonflikt der Zweibeiner. Mütter betonen die hohe bis sehr hohe Wichtigkeit des Hundes für das Kind

So, meine lieben Fans, eindeutig ist aber doch, dass wir auf jeden Fall die Lebensqualität der Zweibeiner deutlich verbessern..

Dabei bin ich doch einfach nur ein Hund, ein ELO, ein toller Hund, ein Familienhund, ein lieber Hund, ein schlauer Hund, ein Hund, ein Hund, ein Hund!!!!! Wuff!! Für diesen Newsletter hat mein Frauchen einige Infos aus der unten stehenden Literatur verwendet. Auch habe ich mich mit meinen Hundefreunden ausgetauscht und  ich sage euch, seitdem betrachte ich mich als wichtiges Glied in dieser Gesellschaft!!!

Bereits Heinz Rühmann sagte: "Man kann ohne Hund leben, aber es lohnt sich nicht."

1)Vgl. Ökonomische Gesamtbetrachtung der Hundehaltung in Deutschland / Prof. Dr. Renate Ohr und Dr. Götz Zeddies, Göttingen

2)Vgl. ELOPOST© 22. Ausgabe / 2009

 

Hunde reden niemals über sich selbst,

sondern hören dem Menschen zu,

während dieser über sich selbst redet.

Dabei erwecken sie die ganze Zeit den Eindruck

als interessieren sie sich für dieses Gespräch.

Jerome K. Jerome

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