Newsletter Dez. 2013

Rudi, das Renntier  (oder heißt es Rentier?)

Wuotan döste wieder einmal auf „seiner Liege“. Eigentlich ist es ja Frauchens Liege, doch er durfte darauf schlafen. Er genoss es sehr. Meistens wühlte er sich seine Kissen zurecht und legte seinen Kopf auf seine Vorderpfoten. So auch heute. Quirino kam angewackelt und sprach ihn wieder mit dieser langgezogenen Stimme an: „Du Wuooootaan, darf ist dich einmal was fragen? Oder schläfst du?“ So ein Quatsch. Nun schlafe ich natürlich nicht mehr. „Fräg mich nur, Quirino, denn nun bin ich ja wach!“ Nun war es vorbei mit der Nachmittagsruhe. Ups. Wuotan sagte des Öfteren FRÄG statt Frage mich nur. Er findet es witzig, weil Herrchen auch immer so ein Quatsch sagt.

 „An was glaubst du eigentlich?“ fragte Quirino seinen Bruder. „Also, ich glaube an lecker Hundeknochen, an eine leckere Mahlzeit mit Blättermagen und an Käseleckerli!“ antwortete Wuotan. „Nein, so meine ich das nicht, Wuotan! An was du so wirklich glaubst!“ „Also, ich glaube daran, dass unsere Zweibeiner uns wirklich lieben und auch daran, dass wir immer gut zu Fressen bekommen und Spaß zusammen haben!“ „Wuotan, glaubst du eigentlich daran, dass es,  Rudi den Hirsch gibt?“

 Cita Katz brauchte Quirino so etwas nicht fragen, denn die zickt ihn immer nur an. Auch sind Katzen irgendwie anders. Die leben so zwischen den Welten, so glaubte es Quirino. Dabei unterhielt sich CitaKatz regelmäßig mit den Katzen, die vor ihr bei ihren Zweibeinern gelebt haben. Mit Manjack, dem roten Kater und Freja, einer dreifarbigen Glückskatze. Doch die Beiden sind schon lange im Regenbogenland.

 Wuotan war nun etwas genervt von Quirinos Fragerei. Und wer war überhaupt Rudi, der Hirsch? So antwortete er Quirino etwas unwirsch: „Mein lieber Bruder, Hirsche gehören in den Wald, in den Zoo, bei dem Bauern auf der Wiese eine Straße weiter oder aber in den Kochtopf. Bestenfalls kann ein Hirsch auch zu Hundefutter verarbeitet werden.“

Quirino war total verdattert. Warum war denn sein Bruder Wuotan nun so unwirsch zu ihm. „Also Wuotan, glaubst du überhaupt an nichts Außerordentliches oder Außerirdisches?“ „Doch ich glaube an das Regenbogenland. Ich glaube daran, dass meine liebe Hundefreundin Mira, ein Collie Mix, die in diesem Sommer verstorben war, im Regenbogenland lebt.

Link: http://www.land-des-regenbogens.de/

Wuotan guckte ganz entrückt. Er dachte an die vielen schönen Treffen mit Mira. Die war total verrückt nach ihm. In diesem Sommer verstarb sie plötzlich an Krebs. Nun haben ihre Zweibeiner eine neue Hündin. Smilla. Die steht mehr auf Quirino, doch Mister Q nicht so auf sie. Smilla ist noch sehr jung und etwas aufdringlich. Wuotan seufzte. Ja, Mira war eine ganz hübsche Hündin gewesen. Er mochte sie wirklich gern und vermisste sie. Durch seinen festen Glauben an das Regenbogenland ist es ihm einfacher gefallen, mit dem Verlust klar zu kommen. Auch seine Zweibeiner haben in diesem Sommer zwei ihnen nahestehende Menschen durch den Tod verloren. Sein Frauchen war fast den ganzen Sommer lang so traurig. Sie hatte viel geweint und mit den Krähen gesprochen. Das mit den Gesprächen mit den Krähen ist so eine Marotte von ihr.

Frauchen glaubt an ein Leben danach. In diesem Universum geht keine Energie verloren, sagte sie einmal. Auch glaubt sie daran, dass jeder Mensch und jedes Tier von seiner Geburt bis zu seinem Tod von Geistwesen begleitet wird. So wird es wohl auch ein Regenbogenland geben, davon ist Wuotan überzeugt. Wuotan war nun fast eingeschlafen. Aus der Ferne hörte er Quirino nörgeln, dann knuffte ihn dieser noch mit der Pfote und rüttelte ihn. „Wuotan wach auf und sag mir, glaubst du an Rudi, dem Hirsch!“

Wuotan war nun wieder zu seinem Leidwesen hellwach. Ich kenne keinen Hirschen, der Rudi heißt, meinte er lakonisch. „Nun ja, Wuotan, dass ist doch der Leithirsch der den Schlitten vom Weihnachtsmann zieht!“ Glaubte sein kleiner Bruder tatsächlich doch noch an den Weihnachtsmann. Wuotan vermutete es stark.

„Also, Quirino. Es gibt keinen Weihnachtsmann, auch keinen Weihnachtsmann mit einem Schlitten. Es gibt auch keine Hirsche, die den Schlitten ziehen und somit auch keinen Leithirsch, der Rudi heißt!“ Quirino ging nun beleidigt aus dem Raum und knallte sich in den Wintergarten auf den Steinfußboden. So eine Gemeinheit." Irgendwie gibt es doch Rudi das Renntier oder heißt es Rudi und ist ein Rentier? Ach, ich weiß es auch nicht!"dachte er beleidigt.

Wuotan brummelte noch, dass er ja auch nicht mehr an einen Weihnachtsmann glauben würde. Auch hatte sein Frauchen vor kurzem gesagt, dass sie auch nicht an den Weihnachtsmann glauben würde und deswegen Wuotan irgendwo abmelden würde. Das hatte er allerdings nicht so richtig verstanden. Schade eigentlich, doch irgendwie auch nicht mehr so wichtig. Was dies allerdings mit dem Weihnachtsmann zu tun hat, dass hatte Wuotan nicht verstanden. Muss er auch nicht, meinte sein Frauchen noch zu ihm. Wuotan schlief nun wieder ein und träumte von der Weihnachtsgeschichte, die ihm sein Frauchen damals im Dezember 2009 erzählt hat.

 Quirino träumte derweil von einem wunderschönen Hirsch, der mit Namen Rudi hieß.. Jedenfalls die Träume ließ sich Mister Q nicht nehmen.

 Link: Weihnachtsgeschichte für Wuotan

Wuotans Weihnachtsgeschichte

"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Überzeugung, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht."

(Václav Havel)

 

DSCN0065 Engel

Wir wünschen ein

schönes Weihnachtsfest und ein

gutes neues Jahr !

 

 

 

 

 

"Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben,

sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nützen."

(Lucius Annaeus Seneca, 4 v. Chr - 65) / Quelle: Abhandlungen)

 

 

 

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