Nur wer Grenzen überschreitet,

kann die Welt verändern.

Newsletter Mai 2011

Mai

Der Mai, lateinisch Maius oder Majus,

ist der römischen Göttin Mai gewidmet.

 

Der alte deutsche Namen Wonnemond ist abgeleitet

von "wunnimanot", was soviel bedeutet wie Weidemonat.

 

Nachtgespräche

Die Hunde Wuotan und Quirino auf einen WagenWuotan, schläft du schon?“ fragte der Hund Elo-Quirino seinen Bruder Elo-Wuotan. Es war schon spät. Am Nachmittag haben sie auf einer großen Wiese herum getollt. Die Wiese war durchlöchert mit Mäuselöchern.

Wuotan war echt erschöpft, denn immerhin musste er Quirino zweimal vom Waldesrand wegholen. Dieser blöde Fratz, dachte er noch vor dem Schlafen gehen, muss Quirino den jedem Spatz hinterher rennen. Dieses Federvieh bekommt er doch sowieso nicht, denn immerhin haben Hunde keine Flügel und Elos eben auch nicht. Aber es gibt doch Flughunde, hat Frauchen mal gesagt, so plapperte Quirino weiter.

Nun ja, damit hatte er recht und wiederum auch nicht recht, denn „die Flughunde sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Fledermäuse........Die Nasen besitzen keine Nasenblätter und ihre kleinen, ovalen Ohren keinen Tragus. Die Schnauzen sind oft verlängert, was zu dem hundeartige Aussehen und ihrem deutschen Namen geführt hat.“ Quelle: vgl. Wikipedia

Aber das muss man als Hund nicht wirklich wissen. Viel wichtiger ist es, mein lieber Bruder, dass du lernst, dich an die Grundregeln zu halten. Denn immer wieder sitzt du scheinbar auf deinen Ohren. Frauchen gibt einen Befehl und du guckst Löcher in die Luft. Da mache ich in der Zeit schon dreimal SITZ und PLATZ, während du noch so vor dich hin trällerst. Heute war Training mit der Hundepfeife angesagt. Frauchen pfeift und wir Hunde sollten auf der Stelle kehrtmachen und zu ihr rennen, dann SITZ machen, natürlich erwartungsvoll gucken und auf ihr Handzeichen ins PLATZ gehen. Für mich ist diese Übung geradezu puppig, aber für Quirino ist es schon ganz schön schwer auf die Befehle zu gehorchen. Er ist doch noch so jung, sagt Herrchen manchmal.

Wuotan atmete noch einmal tief durch und stellte sich schlafend, doch nach einer Weile rief ihn Quirino wieder. „Bruder Wuotan, ich höre doch, dass du wach bist. Also, ich habe da einmal eine Frage!“ Wuotan seufzte. „Na gut, dann fräg mal, kleiner Bruder. Äh, frag mich ruhig, meine ich!“ Kleiner Bruder ist gut, denn immerhin war Quirino zwar über zwei Jahre jünger, aber mit seinen neun Monaten war er schon drei cm größer und zwei Kilogramm schwerer als sein Bruder.

Also, Wuotan, Herrchen sagte heute, hier kann man ja das Gras wachsen hören. Ich war zwischendurch ganz leise, ehrlich, aber gehört habe ich nichts, außer so ein Gewisper.!“ „Was du alles so aufschnappst, Quirino, das Gewisper waren die Mäuse, die auf der Wiese in den Erdgängen herum rannten, doch Gras habe ich noch nie wachsen hören!“ Wuotan versuchte wieder einzuschlafen, zum Schein schnarchte er ein wenig. Oder war es Herrchen der schnarchte?

„Wuotan, schläfst du schon!“ fragte Quirino wieder. Er sprang auf, stellt sich vor Quirino. „Mein lieber kleiner Bruder, ich hatte es vor, doch wer hindert mich wohl daran?“ Quirino erschrak, er wollte doch noch so viel wissen und warum darf er nicht mal fragen? Wenn nicht seinen Bruder Wuotan, wen dann? „Nun frag mir meinetwegen Löcher in den Bauch, wenn du mich schon um den Schlaf bringst?“ Also stellte Elo-Quirino seine Fragen.

So wollte er wissen, warum Fledermäuse Flughunde heißen, warum die Zweibeiner nicht so gut riechen können wie die Hunde und warum die Zweibeiner ihre Botschaften für Andere nicht auch einfach mal so an den Wegesrand setzen, so wie wir Hunde es tun. Bei all den Fragen suchte auch Wuotan nach Antworten und über das ganze Gerede schliefen beide irgendwann ein. Doch Hunde wechseln ihre Schlafplätze des Öfteren.

Irgendwann war Quirino ganz irritiert, er vermisste seine Schlafdecke, alles war ganz anders. So fing er an zu winseln. Frauchen machte das Licht an und sagte:“Was ist los, Quirino?“ Der kleine Mister Q watschelte zum Bett von seinem Frauchen. Alles sah ganz anders aus, alles war so eng und roch auch ganz anders. Quirino bekam die Öhrchen gekrault und beruhigte sich wieder. Unter Tisch schlief Wuotan und er watschelte da erst einmal hin. Ganz dicht ankuscheln, dass wollte er, denn dann brauche ich mich nicht zu ängstigen, so dachte er es sich, denn wo Wuotan ist und wo seine Zweibeiner sind, da bin ich richtig. Wuotan rückte von ihm weg, doch das war sein Fehler! „Wuotan, kannst du auch nicht schlafen? Wo sind wir eigentlich und warum schlafen wir in diesem engen Raum?“ So`n Schitt, jetzt ist Quirino immer noch wach.

Halte doch mal deine Schnauze, du Quengelpott! Wir schlafen mal wieder im Wohnwagen, auch Wohnbox genannt und da ist es nun mal enger. Du wirst dich daran gewöhnen und es auch genießen, denn morgen erleben wir wieder Abenteuer, schlaf jetzt endlich, damit du morgen im Wildpark viele Tiere kennenlernen kannst! Freue dich schon mal drauf. Da gibt es Wildschweine, Rehe, Hirsche und Wisente!“ „Oh, prima Wuotan, Wiesenenten kenne ich, die können so schön tauchen!“ Nun war das Licht wieder aus und tatsächlich Ruhe.

Wuotan grübelte noch darüber, was Quirino als Letztes gesagt hatte. WIESENENTEN - hat er gesagt ? So ein Quatsch. Das wollte er seinem Bruder schnell noch einmal erklären. „Quirino, schläfst du schon? Quirino, hörst du mich, ich habe gesagt Wisente und nicht Wiesenenten!“ Wuotan dachte intensiv nach, denn er hatte schon Wisente im Wildpark im Saarland gesehen. „Der Wisent oder der Europäische Bison (Bison bonasus) ist eine europäische Wildrindart.“ Quelle: vgl. Wikipedia. Große staatliche Tiere, geradezu furchterregend. Wuotan ist sich damals ganz klein vorgekommen.Nun wurde Herrchen wach und meinte nur, wenn jetzt nicht gleich Ruhe im Karton ist, schlafen die Hunde draußen. Muckmäuschenstill wurde es - eine Weile jedenfalls. „Gute Nacht, Wuotan!“ meinte Quirino. „Gute Nacht, kleiner Bruder!“ meinte Wuotan.

Von wegen kleiner Bruder, der wird wohl noch wachsen,“ murmelte Herrchen. Dann war es still. Draußen hörte man nur so ein Wispern.

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